Der Verzehr großer Mengen tierischen Fettes fördert bekanntermaßen die Entstehung von Dickdarmkrebs. Doch auch das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs steigt offenbar an, wie Wissenschaftler jetzt im Journal of the National Cancer Institute berichteten. Demnach seien vor allem gesättigte Fettsäuren, wie sie beispielsweise in rotem Fleisch vermehrt vorkommen, für das erhöhte Risiko verantwortlich.
Die Forscher analysierten die Daten von fast 309.000 Männern und 217.000 Frauen im Alter zwischen 50 und 71 Jahren, die zu ihren Ernährungsgewohnheiten befragt worden waren und deren Gesundheitszustand anschließend über durchschnittlich sechs Jahre beobachtet wurde. Es zeigte sich, dass die Höhe des Fettanteils in der Nahrung das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs beeinflusste: Hohe Mengen an gesättigten und einfach ungesättigten Fettsäuren waren mit einem gehäuften Auftreten von Bauchspeicheldrüsenkrebs verbunden. Am stärksten war die Assoziation bei gesättigtem Fett tierischer Herkunft, insbesondere aus rotem Fleisch und Milchprodukten.
Noch, so die Studienautoren sei unklar, ob die Risikosteigerung tatsächlich eine direkte Wirkung des Fettes sei oder auf andere Lebensstilfaktoren zurückginge. Weitere Studien müssten durchgeführt werden, um diese Frage abschließend zu beantworten. |