Mammografie-Screening wird gut angenommen
Die Akzeptanz des Mammografie-Screenings in Deutschland ist hoch. Das ist das Ergebnis einer Studie der Women's Health Coalition (WHC) und des Bundesverbandes Frauenselbsthilfe nach Krebs. Demnach haben bislang zwei Drittel der Frauen am Mammografie-Screening teilgenommen. Die im Vorfeld der 29. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie veröffentlichte Arbeit hat als erste repräsentative Studie umfassend untersucht, wie Frauen das Vorsorgeangebot annehmen.
Von den befragten Teilnehmerinnen würden sich fast alle wieder untersuchen lassen (90 Prozent) und das Screening einer Freundin oder Bekannten weiterempfehlen (89 Prozent). Zudem halten Frauen das Mammografie-Screening laut Studie für das sicherste Früherkennungssystem für Brustkrebs.
81 Prozent der untersuchten Frauen bewerten den Nutzen höher als das Risiko der Strahlenbelastung. Bei den Frauen, die nicht am Screening teilgenommen haben, glauben nur zwei Drittel, dass der Nutzen das Risiko überwiegt. ?Das Screening wird keineswegs als unpersönliche Massenabfertigung angesehen?, heißt es von den Herausgebern.
Ein weiteres Ergebnis der Studie: Die konsultierten Haus- und Frauenärzte haben ebenfalls eine positive Einstellung zum Mammographie-Screening. Sie rieten ihren Patientinnen überwiegend, an der Reihenuntersuchung teilzunehmen.
Verbesserungsmöglichkeiten sehen die Herausgeber der Studie im Bereich Information: ?Die befragten Frauen wollen mehr Informationen über die Sicherheit des Befundes haben, den Unterschied zur bisherigen Mammographie, die Verwendung ihrer Daten und zu den gesundheitlichen Risiken des Mammografie-Screenings.?

