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18.08.2011
Harnblasenkrebs
Rauchen ein bedeutender Risikofaktor
In den USA ist vermutlich auch bei Frauen jede zweite Erkrankung an Blasenkrebs durch das Rauchen ausgelöst
Rauchen ist ein wichtiger Risikofaktor für verschiedene Krebserkrankungen. Was viele nicht wissen: Auch Harnblasenkrebs wird durch das Rauchen begünstigt. Eine neue Untersuchung im Amerikanischen Ärzteblatt JAMA erbrachte, dass in den USA sogar die Hälfte aller Blasenkrebsfälle auf das Rauchen zurückzuführen ist. Vor allem bei Frauen wurde die Häufigkeit des Rauchens als Verursacher von Blasenkrebs bislang unterschätzt.
Die Forscher verschickten in ihrer Studie Fragebögen zum Lebensstil. Mehr als 280.000 Männer und 186.000 Frauen antworteten. In der Analyse der Antwortschreiben zeigte sich, dass aktive Raucher ein vierfach höheres Risiko für Harnblasenkrebs hatten als Nichtraucher. Bei ehemaligen Rauchern war das Risiko zweifach erhöht. Sowohl bei Frauen als auch bei Männern ging jeweils die Hälfte aller Blasenkrebserkrankungen auf das Konto des Rauchens.
Damit, so die Warnung der Studienautoren, hätten Männer und Frauen offenbar die gleiche Gefahr, durch Rauchen an Harnblasenkrebs zu erkranken. Diese Erkenntnis ist neu. Bislang gingen Wissenschaftler davon aus, dass bei Frauen nur etwa ein Fünftel aller Fälle von Harnblasenkrebs auf das Rauchen zurückzuführen sei.
In Deutschland treten pro Jahr rund 21.500 Harnblasenkrebsfälle bei Männern und 8.500 Fälle bei Frauen auf. Das mittlere Erkrankungsalter liegt für Männer bei 72 Jahren und für Frauen bei 74 Jahren. Wird der Krebs früh erkannt, noch bevor er sich tief in das Organ oder darüber hinaus ausgebreitet hat, bestehen gute Heilungschancen.
Quelle:Freedman, N. D. et al.: Association Between Smoking and Risk of Bladder Cancer Among Men and Women. Journal of the American Medical Association (JAMA) 2011, 306(7):737-745






