13.12.2012

Rückfallgefahr bei Zungenkrebs

Größere Tumoren an der Zunge kehren offenbar häufig wieder, auch wenn sie sich zum Zeitpunkt der Diagnose noch nicht über die Zunge hinaus ausgebreitet hatten.    
 

Ein Plattenepithelkarzinom der Zunge, kurz Zungenkrebs, ist tückisch: Selbst wenn die Erkrankung im Frühstadium festgestellt wird und sich der Krebs noch nicht in das umliegende Gewebe ausgebreitet hat, besteht in bestimmten Fällen offenbar ein erhöhtes Rückfallrisiko. Dies ergab eine Untersuchung, deren Ergebnisse jetzt in der Fachzeitschrift Cancer veröffentlicht wurden.

In die Untersuchung wurden Patienten einbezogen, die an Zungenkrebs im Frühstadium litten. Ihnen waren der erkrankte Zungenteil sowie gleichseitige Lymphknoten am Hals entfernt worden. Rund 86 Prozent der Patienten lebten nach fünf Jahren noch.  Jedoch kam es bei knapp sechs Prozent der Patienten mit einem Tumor, der dünner als vier Millimeter war, zu einem Rückfall an der Zunge, bei einem Tumor von vier Millimetern Dicke und mehr waren 24 Prozent der Patienten betroffen. Die Tumordicke war offenbar der einzige der untersuchten Faktoren, die Einfluss auf das Rückfallrisiko hatten.

Das Risiko für einen Rückfall an der Zunge sei bei Zungenkrebs im Frühstadium offenbar größer als bislang erwartet, so die Zusammenfassung der Studienautoren. Entscheidendes Kriterium, auf das bei der Nachsorge geachtet werden müsse: Die Tumordicke.

Quelle: Ganly, I. et al.: Long-term regional control and survival in patients with “low-risk,” early stage oral tongue cancer managed by partial glossectomy and neck dissection without postoperative radiation. The importance of tumor thickness. Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 26. November 2012, DOI: 10.1002/cncr.27872


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